Blogparade: Was ist mit den Blogparaden passiert?

Als ich vor fast 10 Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, waren Blogparaden super geeignet um sich mit anderen Bloggern zu vernetzen und um neue Leser für den eigenen Blog zu interessieren. Es entstandenen viele entsprechende Verzeichnisse, in denen auch fleißig neue Blogparaden eingetragen wurden. Wenn ich mir heute diese Verzeichnisse (wie blogparaden.de oder blogparade.net) ansehe, finde ich entweder gar keine oder nur gaaanz wenige aktuelle Blogparaden. Gefühlt werden heute weniger Blogparaden veranstaltet, als noch vor ein paar Jahren. Um dieser Sache etwas auf den Grund zu gehen, veranstalte ich selbst eine Blogparade zum Thema „Was ist mit den Blogparaden passiert?“

Aufruf zur Blogparade: Was ist mit den Blogparaden passiert?

Was ist mit den Blogparaden passiert?

Jeder der einen Blog oder eine Website betreibt ist eingeladen an dieser Blogparade teilzunehmen. Schreibt dazu einfach einen Artikel zum Thema „Was ist mit den Blogparaden passiert?“. Ihr müsst das Thema nicht Wort für Wort verwenden. Berichtet in eurem Artikel gerne über die Veränderungen die Blogparaden in den letzten Jahren durchlaufen haben, warum ihr daran teilnehmt, oder eben nicht (wobei… das wäre dann wohl ein Paradoxon), oder auch wo ihr euch über aktuelle Blogparaden auf dem Laufenden haltet.

Wie sind eure Erfahrungen mit Blogparaden? Habt ihr Veränderungen in der Blogosphäre beobachtet? Sind Blogparaden nicht mehr aktuell oder einfach nicht mehr so beliebt wie vor ein paar Jahren? Haben sie mehr schlechte als gute Auswirkungen auf den Blog?

Erwähnt und verlinkt bitte diesen Artikel in eurem Artikel und hinterlasst dann einen Link zu eurem Artikel unten in den Kommentaren. Ich werden dann euren Artikel ebenfalls hier verlinken.

Beginn: 28. November 2022
Ende: 31. Dezember 2022

Zu spät um an dieser Blogparade teilzunehmen?

Veranstalte doch deine eigene Blogparade. Hier kannst Du sie in mein kleines Blogparaden-Verzeichnis eintragen:

Beiträge zu dieser Blogparade

Resümee

Es gibt sie noch – die Blogparaden – aber es werden weniger. Die Gründe sind vielfältig.

Mangelnde Vernetzung, wenig Interaktion und Eigenbrödlerei

Die Menschen – und somit auch die Blogger – haben sich verändert. Der Wunsch, Teil einer Bloggercommunity zu sein, scheint immer mehr verloren zu gehen. Andre erwähnt in seinem Artikel Blogparade: Was ist mit den Blogparaden passiert? – Bloggen Ende 2022 eine Blogparade von Meike Leopold, die zum Schluss 74 Teilnehmer zählte. Viele der Teilnehmer berichteten über den mangelnden Wunsch zur Vernetzung unter den Bloggern. Immer mehr scheinen ihr eigenes Süppchen kochen zu wollen. Über die Gründe dafür kann man nur spekulieren. Vielleicht möchte man sich nicht auf Diskussionen einlassen, wenn andere Personen eine andere Meinung vertreten. Vielleicht ist es auch der mitunter raue Ton, der einen in Kommentaren und anderem Feedback begegnet.

Rechtliche Hürden

Ich glaube, den wenigsten Bloggern macht es Spaß, sich mit den rechtlichen Aspekten eines Blogs auseinander zusetzen. DSGVO, Cookie-Consent-Banner, Impressumspflicht, Datenschutzerkärung, und, und, und … dabei will man doch einfach nur schreiben, sich mitteilen oder sich mit anderen austauschen.

Tatsächlich war die Einführung der DSGVO ein ausschlaggebender Punkt, weswegen ich eine mehrjährige Blogpause eingelegt hatte. (Für alle die auch mal eine Blogpause einlegen möchten, habe ich hier einige Tipps und eine Checkliste für die Blogpause.)

Wenn sich zwei verlinken, freut sich der Dritte – nicht

Einer der Gründe um eine Blogparade zu veranstalten, war die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Der Gedanke war: Eingehende doFollow-Links für die eigene Seite zu bekommen um das Ranking zu verbessern und im Gegenzug einen ebensolchen doFollow-Link zu spendieren. Das Prinzip der Gegenseitigkeit. Das Prinzip „Linktausch“.

Linktausch war jedoch noch nie der Liebling von Suchmaschinen. Linktausch ist zwar von Blackhat-SEO noch weit entfernt – ist aber dennoch von Suchmaschinen nicht gern gesehen. Andererseits haben Suchmaschinenbetreiber ein Faible für die Bloggerszene und strafen Blogparaden wohl nur dann ab, wenn eine Blogparade zur reinen Linkliste mutiert (ich hatte da mal einen entsprechenden Artikel von Google gelesen – finde ihn aber nicht mehr…).

Für Nicole Sälzle ist der mangelnde SEO-Effekt einer der Gründe, warum Blogparaden heute nicht mehr so gut funktionieren.

„Soziale“ Netzwerke und andere Platzhirsche

Blogparaden wurden von Social Media verdrängt – mit dieser Meinung steht Valerie Wagner wohl nicht alleine da. Waren vor ein paar Jahren Blogparaden das Mittel zur Vernetzung, ist es heute Social Media. Dort ist das Beiträge erstellen und Fotos posten einfacher und jeder kann seinen „Senf“ dazugeben. Ob das besser oder sinnvoller ist, als Blogparaden sei mal dahingestellt – aber auf jeden Fall spiegelt es den Zeitgeist wieder. Kurze knappe Sätze, wenig Text, viel Bilder, Emotionen wecken, statt Informationen vermitteln. (Fast) niemand nimmt sich mehr Zeit lange Texte zu lesen… Und eine Blogparade besteht eben aus Text – viel Text.

Nichtsdestotrotz: Blogparaden machen Spaß und erweitern den Horizont

… findet nicht nur Sabine aus dem Mauseloch. Diese Blogparade zum Beispiel entstand direkt aus dem Wunsch, die Meinung anderer kennenzulernen. Blogparaden sind dafür da Knowhow zu bündeln, andere Sichtweisen kennenzulernen und aus einem Thema mehr herauszuholen als man alleine könnte. Für alle die gerne schreiben – und das dürfte bei den meisten Bloggern wohl der Fall sein – machen Blogparaden einfach Spaß. Man bekommt ein Thema gestellt und kann sich mit seinen eigenen Worten austoben.

Lust bekommen, deine eigenen Blogparade zu veranstalten?

Dann leg doch einfach los! 🙂

Wenn Du noch ein paar Tipps gebrauchen könntest, kann ich dir den Artikel 7 Fehler, die Du bei Deiner Blogparade vermeiden solltest ans Herz legen.

Und dann? Trage doch Deine Blogparade in mein kleines Blogparadenverzeichnis ein. Ich wünsche Dir viel Erfolg und viel Spaß mit Deiner Blogparade!

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